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Anatomie einer Bestie Theaterstück über das Leben des Jürgen Bartsch Jürgen
Bartsch hat vier Jungen missbraucht, ermordet und zerstückelt. Der Journalist Paul Moor und die Psychologin Alice Miller haben sich mit diesem Fall eingehend befasst. Paul Moor hat Feldforschung betrieben und durch Zeugenaussagen, Interviews usw. das Leben des Jürgen Bartsch rekonstruiert und die Resultate als Buch veröffentlicht (Selbstbildnis eines Kindermörders). Das Buch ist inzwischen vergriffen. Alice Miller hat den Fall Bartsch psychologisch untersucht und analysiert (Am Anfang war Erziehung) ihr Urteil: Jürgen Bartsch inszeniert sich in seinen Taten als mächtiger Herrscher, der in dem hilflosen kleinen Jungen, den er vor sich hat und den er tötet, seine eigene Abhängigkeit, Unfähigkeit und Hilflosigkeit tötet. Das Motiv ist Rache, aber das Ziel der Rache ist verschoben, denn Jürgen wehrt sich nicht gegen seine Peiniger, sondern lässt seine Aggression an wehrlosen Opfern aus. Das ist ein Mechanismus, der in unserem Alltag oft zu beobachten ist, zum Glück meistens in viel kleineren Dimensionen. Die Frage, warum ein Mensch solche Taten begeht, kann nur aus dem psychischen Werdegang des Betroffenen abgeleitet werden, im Fall Jürgen Bartsch weisen die Taten auf grausame Leiden und Verletzungen hin. Wenn wir solche Taten verhindern wollen, hilft keine nachträgliche Empörung, keine Forderung nach Kastration oder Todesstrafe, sondern nur die Veränderung des menschlichen Zusammenlebens, die Veränderung ausgrenzender und unterdrückender gesellschaftlicher Normen und die Veränderung entwürdigender und verachtender Erziehungspraktiken. Die Klasse VZ 2 B hat sich mit den angegebenen Texten und Filmen auseinandergesetzt, den Entschluss gefasst, darüber ein Theaterstück zu entwerfen und aufzuführen, dann eine Szenenfolge festgelegt, ausprobiert, verbessert usw., bis das Stück stand und seit Schuljahresbeginn daran geprobt. |
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MÄRZ Theaterstück nach Heinar Kipphardts Roman: März In dem Buch geht es darum, wie
ein Mensch verrückt gemacht wird, weil er sich nicht anpassen
kann. Die Hauptperson, Alexander März, sagt dazu: "Ich
bin nichts wert, ich kann mich nicht anpassen." Und auf
die Frage, ob er das denn wolle, antwortet er: "Wenn ich
es könnte, würde ich gern wollen."
Wie das Stück zustande
kam: |
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