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Schüler-Theaterwoche
am Diakonie-Kolleg

vom 11. bis zum 18. November


Do. 11. November 2010, 09.45 Uhr, Rhythmikraum:
"Besuch der alten Dame" von Friedrich Dürrenmatt,
gespielt von der VZ 2 B, 1. Aufführung,
Dauer: rund eine Stunde,
für die Klassen:
AP 2, FOS 12A, FOS 12B, VZ2 C, BBA 1A, BBA 1B, BBA 2,
evtl BBA 4A oder 4B

Do. 11. November 2010, 19.00 Uhr, Rhythmikraum:
"Besuch der alten Dame" von Friedrich Dürrenmatt,
gespielt von der VZ 2 B, 2. Aufführung,
Dauer: rund eine Stunde,
für Freunde/innen, Bekannte und Eltern

Fr. 12. November 2010, 09.45 Uhr, Rhythmikraum:
"Ich bin der beste Mensch von Hannover", eine Revue über Fritz Haarmann,
geschrieben und gespielt von der VZ 2 C, 1. Aufführung,
Dauer: etwa 40 Minuten,
für die Klassen:
MOT, PA 2, VZ 1A, VZ 1B, VZ 2A, VZ 2B, FOS 12A, FOS 12C

Mo. 15. November 2010, 09.45 Uhr, Rhythmikraum:
"Ich bin der beste Mensch von Hannover", eine Revue über Fritz Haarmann,
geschrieben und gespielt von der VZ 2 C, 2. Aufführung,
Dauer: etwa 40 Minuten,
für die Klassen:
HEP 2, BFS IID, BFS IIE, BBA 3A, BBA 3B, FOS 12 B, VZ 1C

Mo. 15. November 2010, 20.00 Uhr, Rhythmikraum:
"Ich bin der beste Mensch von Hannover", eine Revue über Fritz Haarmann,
geschrieben und gespielt von der VZ 2 C, 3. Aufführung,
Dauer: etwa 40 Minuten,
für Freunde/innen, Bekannte und Eltern

Di. 16. November 2010, 09.45 Uhr, Rhythmikraum:
"Die Macht der Verhältnisse"
geschrieben und gespielt von der VZ 2 A, 1. Aufführung,
Dauer: knapp eine Stunde,
für die Klassen:
PA 2, AP 2, FOS 11A, FOS 11B, FOS 11C, FOS 12 C, VZ 1A, VZ 1B, VZ 1C, VZ 2B

Do. 18. November 2010, 09.45 Uhr, Rhythmikraum:
"Besuch der alten Dame" von Friedrich Dürrenmatt,
gespielt von der VZ 2 B, 3. Aufführung,
Dauer: rund eine Stunde,
für die Klassen:
PA 2, HEP 2, VZ 1A, VZ 1B, VZ 1C, VZ 2A, FOS 12C,
evtl BBA 4A oder 4B

Do. 18. November 2010, 11.30 Uhr, Rhythmikraum:
"Die Macht der Verhältnisse"
geschrieben und gespielt von der VZ 2 A, 2. Aufführung,
Dauer: knapp eine Stunde,
für die Klassen:
HEP 2, BBA 1A, BBA 1B, BBA 2, FOS 12A, FOS 12B, VZ 2C

     
 
     
 
 
     
     
     
   
     
   
     
     
     
   

Der Besuch der alten Dame
Eine Bearbeitung der Klasse VZ 2 B

Aufführungen:
Donnerstag, 11. November, 9.45 Uhr
Donnerstag, 11. November, 19.00 Uhr
Donnerstag, 18. November, 9.45 Uhr


Friedrich Dürrenmatt
Der Besuch der alten Dame

Liebe, Geldgier, Korruption, Lüge und Verrat, das klingt wie jede ganz normale Soap auf jedem ganz normalen Privatsender.
Bei Dürrenmatt kommt dabei aber etwas ganz anderes heraus. Mit der ihm typischen Ironie, mit gebrochenen Charakteren, irrwitzigen Situ-ationen, mit Spott und Satire wird aus diesem Stoff ein amüsantes, tur-bulentes Stück, eine "tragische Komödie", wie er selbst es nennt.
Die Klasse 2 B der Erzieher/innen-Vollzeitausbildung hat im ersten Ausbildungsjahr im Deutschunterricht nach genauer Analyse des Dür-renmatt-Textes eine so genannte "Strichfassung" hergestellt, also eine spielbare Theaterfassung, in der die wichtigsten Elemente hervorge-hoben sind, andere Passagen zusammengefasst werden und ein für die Klasse passender Ablauf festgelegt wurde. Gleichzeitig hat die Klasse auch noch im ersten Ausbildungsjahr die Rollen und Funktionen verteilt, Kostüme und Bühnenbilder festgelegt und eine Requisiten-liste erstellt.
Mit Beginn des zweiten Ausbildungsjahres ging es dann an die prak-tische Umsetzung des Geplanten. Im Deutschunterricht fanden die Spielproben statt, während des Kunstunterrichts entstanden die Ku-lissen und Requisiten. An dieser Stelle herzlichen Dank dafür an Irene Pinnecke!
Nach intensiven und manchmal auch anstrengenden Proben ist ein buntes, turbulentes Theaterstück mit Ironie, Tiefsinn und Dramatik entstanden.


Die Macht der Verhältnisse
Ein Theaterstück der Klasse VZ 2 A

Aufführungen:
Dienstag, 16. November, 9.45 Uhr
Donnerstag, 18. November, 11.30 Uhr

 

Die Macht der Verhältnisse

Alles fing damit an, dass die Klasse A der Vollzeit-Erzieher/innen-Ausbildung noch im ersten Ausbildungsjahr im Deutschunterricht den festen Wunsch äußerte, Theater spielen zu wollen. Es sollte ein selbst erfundenes Stück sein und zur Inspiration brachte eine Schülerin einen Song-Text mit: Loser. Darin ging es um diejenigen am unteren Ende der Gesellschaft.
Die Klasse begann gemeinsam die Geschichte zu entwickeln, zunächst nahe am vorliegenden Song-Text, dann aber Schritt für Schritt über diesen Text hinausgehend, so dass eine eigenständige Geschichte um zwei Schicksale entstanden ist, die mittels Gerichtsprozess und Parallelhandlung aufeinander bezogen werden.
Es geht um die immer wieder aktuelle Frage nach der Macht der Verhältnisse (Titel des Stücks) und dem individuellen Spielraum in der Lebensgestaltung. Oder anders ausgedrückt: Woran liegt es, wenn Menschen in unserer Gesellschaft scheitern?
Als die Story "stand", verteilten wir die Rollen und Aufgaben. Dabei merkten wir, dass wir ohne einige Doppelbesetzungen nicht auskommen würden, aber mittels Kostümen und Haartracht lassen sich durchaus mehrere Rollen von einer Schauspielerin darstellen.
Mit Beginn des zweiten Ausbildungsjahres begannen die Proben. Selbstverständlich fielen uns dabei noch einige Schwachstellen der Geschichte auf, holprige Übergänge wurden verbessert, wichtige Passagen deutlicher gemacht, bis wir mit dem Stück zufrieden waren. Parallel dazu lief der Kulissenbau und das Beschaffen bzw. Bauen der Requisiten. Irene Pinnecke hat dafür ihren Kunstunterricht zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür. Ohne diese zusätzliche Zeit hätten wir das Ganze wohl kaum geschafft. Denn bei dieser Arbeit saß uns der Zeitdruck ständig im Genick. Wir hatten nur die paar Wochen vom Schuljahresgebinn Mitte August bis zum Beginn der Praxisphase der VZ 2 Mitte November.


Ich bin der beste Mensch von Hannover
Eine Revue über Fritz Haarmann
Recherchiert, konstruiert und gespielt von der Klasse VZ 2 C

Aufführungen:
Freitag, 12. November 2010, 09.45 Uhr
Moontag, 15. November 2010, 09.45 Uhr
Montag, 15. November 2010, 20.00 Uhr,

 

"Ich bin der beste Mensch von Hannover"
Eine Revue über Fritz Haarmann

Es sollte unbedingt Theater sein und es sollte unbedingt Haarmann sein.
Im ersten Ausbildungsjahr hatten wir viele andere Dinge zu tun. So kamen wir erst im zweiten Ausbildungsjahr dazu, Theater zu spielen.
Dass das in Stress ausarten würde, wussten wir, aber das war uns egal. Wir dachten, wenn man etwas will, muss man es auch machen.
So haben wir uns über Fritz Haarmanns Leben, seine Familie und vor allem über sein Denken und Fühlen informiert. Es gibt nämlich die Protokolle, die kurz vor seiner Hinrichtung in Gesprächen mit einem Psychologen aufgezeichnet wur-den. Besonders diese waren für uns ein unermesslicher Schatz an Informationen über das Wesen Fritz Haarmann.
Der Hintergrund unseres Interesses und unserer Recherchen war nämlich herauszufinden, warum ein Mensch 24 Jugendliche bzw. junge Männer um-bringt, warum diese Gewalt gekoppelt ist mit der Sexualität und was man sowohl gesellschaftlich als auch pädagogisch daraus lernen kann.
Nach der Recherche standen wir vor der Frage, wie man so etwas darstellbar machen kann. Wir haben uns dagegen entschieden, die Lebensumstände des Fritz Haarmann während seines Aufwachsens chronologisch aufzuarbeiten. Wir wollten weniger beschreiben, lieber Hintergründe aufzeigen. Deshalb haben wir uns zur Verdeutlichung der Haarmannschen Erziehungskatastrophe auf sieben Stationen beschränkt. Es sind im engeren Sinne eigentlich keine Stationen, sondern eher Institutionen bzw. Instanzen.
Gut war für uns, dass wir die Grundlagen, die wir im Bereich der Psychologie hier an der Schule gelernt haben, auf diesen Fall anwenden konnten.
Zur Verdeutlichung der sieben Spielszenen haben wir einen Stammtisch ent-worfen, der die Szenen kommentiert. Damit das doch ziemlich düstere Thema eine gewisse Auflockerung erfährt, haben wir bei diesem Stammtisch nicht mit Klischees gespart: Da diskutieren dann miteinander ein staubiger, den Zeige-finger hebender Lehrer, eine besserwisserische Sozialpädagogin und ein etwas schlicht gestrickter Bauer.
Wir betonen, dass wir niemanden beleidigen wollen und weisen darauf hin, dass unsere Schauspielerinnen und Schauspieler nur Rollen spielen, also im wirk-lichen Leben ganz nette Klassenkameradinnen und Klassenkameraden und keine brutalen Väter, klebrige Mütter oder gar Haarmänner sind.



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