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RÄUME
Begehbare Rauminstallationen
im
DIAKONIE-KOLLEG
Wochenendunterricht 22. - 23.Januar 2011
BBA3b


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Ein uns vorher
nicht bekannter fensterloser Raum sollte mit nur einem Material
verändert werden: Zur Verfügung standen uns Zeitungspapier
und weißer Karton. Es durften lediglich Klebestreifen,
Tacker und Paketband als Hilfsmittel verwendet werden.
Zum Start des
Projektes gab es keine Absprachen der Mitglieder für die
Umgestaltung.
Jedes Mitglied hat einfach spontan begonnen eigene Ideen zu entwickeln
und anzuwenden. Jeder suchte sich eine Ecke und begann. Eine
wirkliche Vorstellungen von einem Gesamtprojekt bestand nicht.
Kein Gruppenmitglied musste dem anderen erklären was es
vorhatte.
Alle konnten unbeachtet von den anderen den Raum nach ihren Vorstellungen
gestalten. Die Schaffensprozesse jedes Einzelnen waren gleichberechtigt
und wurden nicht hinterfragt, kommentiert oder kritisiert, trotzdem
bestand Interesse an dem Schaffen der anderen. Die einzige Absprache
war eine größere gemeinschaftliche Pause.
In dieser Pause wurde nicht über das Projekt gesprochen.
Erst nach der Pause kam es zu den ersten Absprachen. Auffällig
war, dass auch hier die Absprachen eher kurz und bündig
und ohne Diskussion stattfanden. So entstand aus den fünf
Einzelprojekten auf einmal ein gemeinsames Projekt.
Durch die gegenseitigen Inspirationen verschmolzen Einzelideen
zu einem Ganzen.
Dieses war für alle überraschend und unerwartet.
Alle hatten zum gleichen Zeitpunkt das Gefühl, dass das
Projekt nun fertig war und
erst nach der Fertigstellung konnten wir erkennen was dort wirklich
entstanden war.
Fazit:
Jeder arbeitete nach seinen Vorstellungen und Fähigkeiten
an dem Projekt mit.
Es herrschte eine angenehme Stille, es wurde wenig geredet, es
lief keine Musik, es war still. Jeder war für sich und trotzdem
ein Teil der Gruppe. Jeder konnte sich gewiss sein, seine Ideen
umzusetzen ohne das Gefühl haben zu müssen von anderen
Mitgliedern kritisiert zu werden. Es herrschte eine hohe Toleranz
und Wertschätzung dem anderen gegenüber. Dadurch entstand
bei jedem ein hohes Selbstwertgefühl.
Am Ende konnte sich jeder mit dem entstandenen Raum identifizieren.
Titelfindung:
Einen Tag später wollten wir einen Titel für die Räume
finden.
Jedes Gruppenmitglied ist einzeln in den Raum gegangen.
Es entstand bei jedem ein ähnliches Gefühl, jeder fühlte
sich entspannt und ausgeglichen.
In den neuen Räumen gab es viele einzelne und unterschiedliche
Objekte zu entdecken, in seiner Gesamtheit wirkten die entstandenen
Räume beruhigend.
Nun stehen die
Räume eine zeitlang der Schulöffentlichkeit zur Verfügung. |